Warum heißt der RICH Secco in der goldenen Dose eigentlich nicht Prosecco? Und warum darf er sich in der Flasche dann Prosecco nennen? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen Sekt, Prosecco und Schaumwein? Die Antworten gibt’s in dem kleinen Schaumwein-ABC. Champagner, Cremant, Prosecco oder Sekt – all diese unterschiedlichen Getränke fallen unter den Oberbegriff Schaumwein.

Schaumwein definiert weinhaltige Getränke in Flaschen oder Dosen, die aufgrund ihres Gehalts an Kohlenstoffdioxid unter Druck stehen. Weißwein ist der Grundwein aller Schaumweine. Nach Öffnen der Flasche weicht die Kohlensäure aus dem Wein und ergibt das Schäumen des Weins im Glas. Perlwein dagegen, auf Italienisch Vino frizzante oder Prosecco frizzante ist ein halbschäumender Wein mit einem Mindestgehalt 7 Prozent Alkohol, der zwischen 1 und maximal 2,5 bar Kohlensäureüberdruck aufweist. Vino frizzante aus der Glera-Rebe ist der Perlwein in den RICH Secco Dosen.

 

 

Bei der Herstellung des Perl- oder Schaumweines gibt es drei Möglichkeiten, die sich grundsätzlich in der Herkunft des Kohlenstoffdioxids unterscheiden.

1. Das Kohlenstoffdioxid stammt nicht aus der Gärung des Weines, sondern wird im Imprägnierverfahren durch Anwendung von Druck und Kühlung im Wein gelöst, der dann unter Druck abgefüllt wird.
2. Das Kohlenstoffdioxid stammt aus erster Gärung: Moste werden vor Ende der alkoholischen Gärung durch mehrfache Hefeentfernung und Kaltlagerung süß gehalten. Der zuckerhaltige Jungwein wird im Druckbehälter zum höchstmöglichen Druck weitervergoren. Die neu gebildete Hefe wird durch Degorgieren oder Filtrieren entfernt.
3. Das Kohlenstoffdioxid resultiert aus zweiter Gärung: Indem man einem vergorenen Jungwein Zucker und Hefe beifügt und in einem druckfesten Behältnis abgeschlossen vergärt, bleibt das entstehende Kohlenstoffdioxid im Wein.

Die unterschiedlichen Verfahren heißen Méthode champenoise oder Méthode traditionelle, Transvasier-Verfahren und Méthode Charmat oder Großraumgärung.

Prosecco


RICH Prosecco ohne Prosecco? Prosecco war bis 2009 der Name einer weißen Rebsorte, die nur im Nordosten Italiens in einer kleinen Region der Provinz Treviso in der Region Venetien wächst. Aus ihr keltert man Perlwein, Schaumweine und Stillweine. Prosecco ist jedoch laut Dekret des italienischen Landwirtschaftsministers seit dem 1. Januar 2010 nicht mehr der Name einer Traubensorte – sie heißt jetzt Glera – sondern ausschließlich eine Herkunftsbezeichnung. So wie sich Champagner auch nur Champagner nennen darf, wenn er aus der Champagne kommt und nach der Méthode champenoise hergestellt wurde. Neben der Auflage der Herkunft, darf sich Prosecco, der in Dosen abgefüllt ist, nicht mehr Prosecco nennen. Dieser heißt jetzt, wie bei RICH Vino Frizzante - Glera. Glera ist die Rebe, aus der der Prosecco hergestellt wird. Wird der Vino Frizzante aus der Glera-Rebe in Falschen abgefüllt und stammt aus der von der Strada del Prosecco, darf er sich auch Prosecco nennen. Neben der regionalen Herkunft wurden durch das Gesetz von 2009 auch die Glasfarben definiert. So darf ab sofort Prosecco ausschließlich in Weiß- und Grünglasflaschen abgefüllt werden. RICH offeriert einen ganz besonderes edlen Prosecco in einer sehr edlen Flasche: Einen Millesimato aus dem Jahr 2010. Millesimato bedeutet, dass die Trauben ausschließlich aus einem Jahrgang vinifiziert werden.


Champagner

Als edelster Schaumwein gilt der Champagner: Le Champagne ist ein Schaumwein, der in dem Weinbaugebiet la Champagne in Frankreich nach festgelegten Regeln angebaut und gekeltert wird. Die im Wein gelöste Kohlensäure entsteht bei der zweiten Gärung in der Flasche nach der Méthode traditionnelle oder Méthode champenoise. Die Bezeichnung Champagne ist markenrechtlich geschützt. Das Weinbaugebiet Champagne ist das für den Anbau der Grundweine des Champagners zugelassene Gebiet. Für Champagner werden heute fast ausschließlich nur noch drei Rebsorten verwendet: Die roten Rebsorten Pinot Noir (Spätburgunder) und Pinot Meunier (Müllerrebe oder Schwarzriesling) sowie die weiße Rebsorte Chardonnay. Zugelassen sind auch die Sorten Arbane, Petit Meslier sowie Pinot Blanc. Als Crémant bezeichnet man französische, belgische und luxemburgische Schaumweine in Abgrenzung zum Champagner. Die Bezeichnung steht für moussierende Getränke mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung, die außerhalb der Champagne nach der Méthode champenoise hergestellt werden.

 

 

Sekt

Sekt ist die vor allem in Deutschland und Österreich gängige Bezeichnung für Qualitätsschaumwein. Deutscher Sekt muss mindestens 10 Prozent Alkoholgehalt haben. Der Flaschendruck muss bei mindestens 3,5 bar liegen. Der Sekt muss mindesten neun Monate reifen – er wird in Deutschland vorwiegend im Großraumgärungs-Verfahren hergestellt. Rieslingweine eigenen sich besonders gut zur Sektherstellung. Die Zuckermengen, die Geschmacksrichtungen extra brut (extra trocken), brut (herb), und mild (süß), die zugegeben werden dürfen, sind gesetzlich geregelt.